Der Design-Thinking-Prozess

Hier klären wir die Grundlagen und die verschiedenen Phasen des Design Thinking.

In diesem Blogartikel tauchen wir in die faszinierende Welt des nutzerzentrierten Innovationsprozesses Design Thinking ein. Dieser kollaborative und nutzerzentrierte Ansatz ist ein Herzstück unserer Workshops und Trainings. Der Design Thinking Prozess ist nicht nur eine Methode, sondern eine Denkweise, die Teams dabei hilft, komplexe Probleme zu lösen und wirklich sinnvolle Ideen zu entwickeln.

Ein tieferes Verständnis des Design Thinking Prozesses

Design Thinking ist eine methodische Herangehensweise, die darauf abzielt, Probleme auf innovative Weise zu lösen. Es ist ein Prozess, der Kreativität und strukturiertes Denken miteinander verbindet, um Benutzerbedürfnisse zu erkennen und effektive Lösungen zu entwickeln. In unseren Workshops bei INNOKI legen wir großen Wert darauf, dass Teilnehmer nicht nur die Theorie lernen, sondern auch die praktische Anwendung in verschiedensten Lebensbereichen erfahren.

Der sechsstufige Prozess:

  1. Verstehen: Die erste Phase des Design Thinking Prozesses ist das tiefgreifende Verstehen des Problems. Hier konzentrieren sich Teams darauf, den Problemraum zu erkunden und ein umfassendes Verständnis der Nutzerbedürfnisse und Marktanforderungen zu entwickeln.
  2. Beobachten: In dieser Phase tauchen die Teilnehmer in die Welt der Nutzer ein. Sie beobachten und sammeln Informationen, um ein detaillierteres Bild der Herausforderungen und Bedürfnisse zu erhalten.
  3. Standpunkt definieren: Basierend auf den gesammelten Informationen formulieren die Teams eine klare Fragestellung. Dieser Schritt dient dazu, den Fokus zu schärfen und den Problemraum einzugrenzen.
  4. Ideenfindung: Hier beginnt der Übergang vom Problem- zum Lösungsraum. Teams nutzen kreative Techniken, um eine Vielzahl von Ideen zu generieren. Diese Phase ist geprägt von Divergenz, da es darum geht, möglichst viele Lösungsansätze zu entwickeln.
  5. Prototypen entwickeln: Aus den vielen Ideen wählen die Teams die vielversprechendsten aus und entwickeln Prototypen. Dies ist ein konvergenter Schritt, bei dem Ideen konkretisiert und greifbar gemacht werden.
  6. Testen: In der letzten Phase testen die Teams ihre Prototypen mit echten Nutzern. Dies liefert wertvolle Rückmeldungen und Erkenntnisse, die zur weiteren Verfeinerung der Lösungen beitragen können.

Die Bedeutung von Problem- und Lösungsraum

Im Design Thinking ist die klare Trennung zwischen dem Problem- und dem Lösungsraum essentiell. Im Problemraum liegt der Fokus auf dem Verstehen und Definieren des Problems. Es geht darum, die Perspektive der Nutzer einzunehmen und sich tiefgehend mit ihren Bedürfnissen und Herausforderungen auseinanderzusetzen. Der Lösungsraum hingegen ist der Bereich, in dem Ideen generiert und Lösungen entwickelt werden. Dieser Wechsel zwischen divergenten und konvergenten Phasen fördert eine umfassende und kreative Herangehensweise an die Problemstellung.

Der „Double Diamond“: Ein Wechselspiel von Divergenz und Konvergenz

Ein zentrales Element im Design Thinking Prozess ist das Konzept des „Double Diamond“. Dieses Modell illustriert visuell den Wechsel zwischen divergenten und konvergenten Phasen im Designprozess. Der erste Diamant repräsentiert den Problemraum, in dem Teams sich öffnen (Divergenz) und das Problem aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Anschließend folgt eine Phase der Konvergenz, in der das eigentliche Problem definiert wird.

Der zweite Diamant symbolisiert den Lösungsraum. Hier beginnt der Prozess erneut mit einer divergenten Phase, in der eine Vielzahl von Ideen und Lösungsansätzen entwickelt wird. Die anschließende konvergente Phase dient dazu, die besten Ideen auszuwählen und in praktikable Lösungen umzusetzen.

Dieses ständige Wechselspiel zwischen dem Öffnen und Schließen des Denkraums ermöglicht es, sowohl den Problemraum als auch den Lösungsraum gründlich zu erforschen. Es fördert kreatives Denken und stellt sicher, dass Lösungen nicht nur innovativ, sondern auch eng auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt sind. In unseren Workshops bei INNOKI legen wir großen Wert darauf, diesen Prozess erlebbar zu machen und Teilnehmern zu zeigen, wie sie durch diese Methode zu tiefgreifenden Einsichten und effektiven Lösungen gelangen können.

Praktische Anwendung im Workshop

In unseren Workshops bei INNOKI erleben die Teilnehmende den Design Thinking Prozess hautnah. Durch praktische Übungen und Teamarbeit bringen wir die Theorie zum Leben. Hier einige Highlights unserer Workshops:

  • Teamarbeit und Kollaboration: Design Thinking fördert die Zusammenarbeit in diversen Teams. Jeder Teilnehmer bringt seine einzigartigen Perspektiven und Erfahrungen ein, was zu umfassenderen und kreativeren Lösungen führt.
  • Nutzerzentrierte Herangehensweise: Wir legen großen Wert darauf, dass die Bedürfnisse und Sichtweisen der Nutzer im Mittelpunkt stehen. Das hilft Teams, relevante und wirkungsvolle Lösungen zu entwickeln.
  • Prototyping und Feedback: Unsere Teilnehmer lernen, wie sie schnell und effizient Prototypen entwickeln und testen können. Dieser praktische Ansatz hilft, Ideen schnell zu iterieren und zu verbessern.

 

Fazit und Ausblick

Der Design Thinking Prozess ist mehr als nur eine Methode – es ist eine Denkweise, die Kreativität und strukturiertes Problemlösen vereint. Bei INNOKI sind wir stolz darauf, diesen Prozess durch unsere Workshops und Trainings zugänglich zu machen. Wir glauben, dass durch die Anwendung von Design Thinking Unternehmen, Teams und Einzelpersonen in der Lage sind, tiefgreifende und nachhaltige Innovationen zu schaffen.

© INNOKI Engelhardt, Feldhaus und Rummel Innovationsberatende PartG, Berlin, 2024