Teilnehmende eines Thinkathons zur Zukunft der Feuerwehr entwickeln an einer Workshopwand gemeinsame Zielbilder und Handlungsfelder.

#THINKATHON

Für die Feuerwehr von morgen

Wie kann die Feuerwehr in Brandenburg auch in Zukunft handlungsfähig bleiben? In einem eintägigen Thinkathon brachten wir rund 25 Akteur:innen aus Feuerwehr, Kommunen, Politik und weiteren Organisationen zusammen, um gemeinsame Zielbilder, Handlungsfelder und konkrete Lösungsansätze zu entwickeln.

Die Ausgangslage

Im Rahmen des BMBF Förderprogramms „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ beschäftigt sich ein regionales Bündnis mit zentralen Zukunftsfragen der Feuerwehr in Ostdeutschland.

Die Herausforderungen sind vielfältig und eng miteinander verbunden. Gesellschaftlicher Rückhalt, Nachwuchsgewinnung, Ehrenamt, Finanzierung, bürokratische Anforderungen, Digitalisierung und neue Technologien beeinflussen, wie die Feuerwehr ihre Aufgaben künftig erfüllen kann.

Gleichzeitig betrachten die beteiligten Akteur:innen diese Themen aus unterschiedlichen Perspektiven. Feuerwehren, Kommunen, Städte, politische Vertreter:innen und weitere Bündnispartner bringen jeweils eigene Erfahrungen, Interessen und Handlungsmöglichkeiten ein. Für die gemeinsame strategische Arbeit brauchte es deshalb einen strukturierten Rahmen, in dem Unterschiede sichtbar werden und zugleich eine gemeinsame Richtung entstehen kann.

Das Ziel

Ziel des Thinkathons war es, tragfähige Vorstellungen für eine zukunftsfähige Feuerwehr in Brandenburg zu entwickeln.

Die Teilnehmenden sollten ihre Perspektiven zusammenführen, zentrale Herausforderungen priorisieren und gemeinsame Zielbilder erarbeiten. Darauf aufbauend sollten konkrete Lösungsansätze und Handlungsfelder entstehen, die als Grundlage für weitere Abstimmungen, Folgeveranstaltungen und strategische Entscheidungen im Bündnis dienen können.

Neben den inhaltlichen Ergebnissen ging es darum, die Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg zu stärken. Die Beteiligten sollten besser verstehen, welche Erfahrungen, Rahmenbedingungen und Handlungsspielräume die jeweils anderen Akteur:innen in den Prozess einbringen.

Die Umsetzung

Wir konzipierten und moderierten einen eintägigen Thinkathon in Präsenz mit rund 25 Teilnehmenden.

Zu Beginn schufen wir ein gemeinsames Verständnis für die zentralen Zukunftsfragen. Die Teilnehmenden sammelten Herausforderungen aus ihren unterschiedlichen Arbeitskontexten, ergänzten die Perspektiven der anderen und identifizierten Themen, die für die zukünftige Entwicklung der Feuerwehr besonders relevant sind.

Fachliche Impulse aus der Praxis erweiterten den Blick auf die Fragestellungen. Einzelne Beiträge wurden hybrid in die Veranstaltung eingebunden. Sie dienten nicht als fertige Antworten, sondern als Ausgangspunkt für weitere Diskussionen, Perspektivwechsel und die gemeinsame Entwicklung neuer Ansätze.

Anschließend arbeiteten die Teilnehmenden in wechselnden Gruppen an ausgewählten Themenfeldern. Dazu gehörten unter anderem gesellschaftlicher Rückhalt und Nachwuchsgewinnung, die Zukunft des Ehrenamts, Finanzierung, Bürokratieabbau sowie der Einsatz digitaler Lösungen und neuer Technologien.

Unsere Moderation strukturierte den Arbeitsprozess und sorgte dafür, dass unterschiedliche Stimmen und Erfahrungen einbezogen wurden. Die Gruppen entwickelten Zielbilder, sammelten Lösungsansätze und konkretisierten, welche Veränderungen auf regionaler, kommunaler oder organisationaler Ebene erforderlich wären.

Im weiteren Verlauf wurden die Ergebnisse zusammengeführt, ergänzt und priorisiert. So entstand aus einer großen Zahl unterschiedlicher Perspektiven eine gemeinsame Arbeitsgrundlage mit klaren Themenfeldern und weiterführenden Handlungsoptionen.

Wir dokumentierten die zentralen Erkenntnisse, Zielbilder und Empfehlungen und bereiteten sie für die anschließende Nutzung im Bündnis auf.

Das Ergebnis

Der Thinkathon führte zu konkreten und priorisierten Zielbildern für die zukünftige Ausrichtung der Feuerwehr in Brandenburg. Die Teilnehmenden entwickelten Handlungsempfehlungen zu den zentralen Herausforderungen und machten sichtbar, an welchen Stellen weitere Zusammenarbeit, Entscheidungen oder vertiefende Entwicklungsprozesse erforderlich sind.

Gleichzeitig entstand ein gemeinsameres Verständnis der unterschiedlichen Perspektiven und Abhängigkeiten. Die Beteiligten konnten ihre fachlichen und organisationalen Erfahrungen miteinander verbinden und erste Ansätze für eine organisationsübergreifende Zusammenarbeit entwickeln.

Die Ergebnisse fließen in Folgeveranstaltungen, interne Abstimmungsprozesse und weitere strategische Entscheidungen des Bündnisses ein. Damit bildet der Thinkathon einen Ausgangspunkt für die langfristige Organisationsentwicklung und die weitere gemeinsame Gestaltung einer zukunftsfähigen Feuerwehr.

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