Visualisierte Personas und Post-its an einer Workshopwand zur nutzerzentrierten Zielgruppenarbeit.

#Personas für zielgruppengerechte Kommunikation

Was brauchen die Bundesbürger:innen?

Wie lassen sich Inhalte so gestalten, dass sie unterschiedliche Menschen wirklich erreichen?
Gemeinsam mit einer bundesweiten Stiftung entwickeln wir Personas für zielgruppengerechte Kommunikation.
So werden vielfältige Perspektiven sichtbar und für die tägliche Arbeit nutzbar.

Die Ausgangslage

Eine gemeinnützige, bundesunmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts entwickelt Ausstellungen und Veranstaltungen für die Bürger:innen der Bundesrepublik – vor Ort und im virtuellen Raum. Ihr Auftrag: möglichst viele Menschen mit ihren Angeboten zu erreichen.

Doch „die Bundesbürger:innen“ sind keine einheitliche Zielgruppe. Sie bringen unterschiedliche Lebensrealitäten, Interessen, Erfahrungen und Voraussetzungen mit. Was für die einen verständlich und relevant ist, kann für andere schwer zugänglich sein oder an ihrem Alltag vorbeigehen.

Das Ziel

Die Stiftung möchte ihre zukünftige Arbeit stärker an den Menschen ausrichten, für die ihre Angebote entstehen. Inhalte und Formate sollen so entwickelt und kommuniziert werden, dass sie für unterschiedliche Zielgruppen verständlich, relevant und zugänglich sind.

Dafür benötigen die Mitarbeitenden ein gemeinsames und anschauliches Verständnis davon, wen sie mit ihrer Arbeit erreichen möchten: Was beschäftigt diese Menschen? Wie informieren sie sich? Welche Erfahrungen prägen ihre Sichtweise? Und was brauchen sie, damit ein Thema für sie interessant und anschlussfähig wird?

Die Umsetzung

Zu Beginn identifizieren wir gemeinsam mit den Mitarbeitenden die wichtigsten Zielgruppen der Stiftung. Dabei geht es nicht darum, die Bevölkerung vollständig abzubilden. Vielmehr erarbeiten wir eine sinnvolle Auswahl unterschiedlicher Perspektiven und Lebensrealitäten, die für die Arbeit der Stiftung besonders relevant sind.

Anschließend suchen wir den direkten Kontakt zu Vertreter:innen dieser Zielgruppen und führen qualitative Empathiegespräche. Wir wollen verstehen: Wie sieht der Alltag dieser Menschen aus? Was ist ihnen wichtig? Vor welchen Herausforderungen stehen sie? Welche Erfahrungen und Überzeugungen prägen ihren Blick auf die Themen der Stiftung? Und was erleichtert oder erschwert ihnen den Zugang zu Ausstellungen, Veranstaltungen und digitalen Angeboten?

Die Erkenntnisse aus den Gesprächen werten wir systematisch aus und verdichten sie zu Personas. Diese machen typische Bedürfnisse, Verhaltensweisen, Erwartungen und Barrieren der Zielgruppen anschaulich. Aus zunächst abstrakten Zielgruppen entstehen greifbare Personen mit einer eigenen Perspektive auf die Welt.

So erhalten die Mitarbeitenden ein konkretes Werkzeug für ihre tägliche Arbeit. Bei der Entwicklung neuer Inhalte und Formate können sie die unterschiedlichen Perspektiven bewusst einbeziehen und sich immer wieder fragen: Für wen gestalten wir das gerade? Was braucht diese Person, um den Inhalt zu verstehen? Und wie kann das Angebot so gestaltet werden, dass es für sie relevant und zugänglich wird?

Die Personas schaffen damit eine gemeinsame Grundlage, um Entscheidungen konsequenter aus Sicht der Bürger:innen zu treffen – und Inhalte zu entwickeln, die nicht nur informieren, sondern die Menschen auch tatsächlich erreichen.

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