In Kürze

In einem zweieinhalb-tägigen Workshop erkundeten wir das Zusammenspiel von Design Thinking und Meditation. Um persönlichen Herausforderungen zu begegnen nutzten wir die Methodik von Design Thinking, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, um die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Teilnehmer aufzudecken. Wir erstellten Personas, die den Lösungsraum für die persönlichen Herausforderungen öffneten. Während unserer gemeinsamen Zeit meditierten wir mehrfach am Tag, um unsere Achtsamkeit zu schulen und beispielsweise dadurch unsere Empathiefähigkeit zu stärken.

Das Zusammenspiel von Design Thinking and Meditation – Unsere Motivation

In unserer globalisierten und vernetzten Gesellschaft mit wachsender Bevölkerung lebt die Menschheit in zunehmender Eile. Immer mehr Menschen suchen nach Entschleunigung, nach Inseln der Langsamkeit, der Achtsamkeit, des bewussten Lebens. Meditation ist eine Jahrhunderte alte Übung, die das Bewusstsein für das Hier und Jetzt schult und Achtsamkeit entwickelt. Durch die Meditation kann das Bewusstsein für sich selbst, für die eigenen Gefühle und Gedanken entwickelt werden, aber auch für das Umfeld in dem man sich bewegt. Es ist eine Form der Introspektion mit der die mentale Gesundheit gestärkt wird. Meditationskurse und Seminare werden immer stärker in der westlichen Welt angeboten und in Anspruch genommen, aber ein paar Fragen bleiben, beobachtet man den Einfluss der Meditation auf die Zeit nach der Meditation: Können wir den gegenwärtigen und bewussten Geisteszustand auch bewahren, wenn wir in unseren Alltag zurückkehren? Oder können Meditierende davon profitieren, wenn bestimmte Herausforderungen oder Probleme berücksichtigt werden, während sie den Meditationskurs oder das Seminar besuchen? Themen wie z.B. ein gutes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit oder Zeit für sich in einem engmaschigen Arbeitsalltag finden? Und die für uns wahrscheinlich interessanteste Frage: Kann die kreative Geisteshaltung von Design Thinking dabei helfen, den Lösungsraum für die Probleme zu öffnen, die den Menschen überhaupt auf die Idee gebracht haben, zum Meditationskurs zu gehen? Dies ist einige der Fragen, die wir uns gestellt haben, während wir über Meditation und das mögliche Zusammenspiel mit Design Thinking geredet haben. Wir wollten den Mut haben, die Kunst der Achtsamkeit aus der Meditation mit den Empathie-getriebenen Methoden von Design Thinking zu verbinden, mit den Ansätzen zu spielen und Schnittpunkte und Synergien zu erforschen und so Menschen in ihrem kreativen Selbstbewusstsein in Bezug auf ihre persönlichen Herausforderungen zu stärken.

Unser Ziel war es eine sichere Atmosphäre zu schaffen, in der Teilnehmer Achtsamkeit erleben und gleichzeitig eine Vielzahl von möglichen Lösungen für ihre individuellen Probleme erkunden.

Wie das geschah?

 

Struktur des Workshops - Ein neuer Ansatz

Unser Ziel war es, eine gute Balance zwischen produktiver Teamarbeit und aufmerksamkeits-schaffender Meditation zu gestalten. Jeder Workshop-Tag begann und endete mit Meditationen unterschiedlicher Art. Zusätzlich haben wir – wo immer wir Meditation als hilfreich empfanden – zwischen oder in den Phasen des Design Thinking-Prozesses verschiedene Meditationsarten einfließen lassen, wie beispielsweise die Atem-, Geh- und Body Scan-Meditationen sowie die Metta-Meditation (auch auf englisch Loving-Kindness-Meditation genannt) und das Chanting. Durch die Meditationen wollten wir ein Gegengewicht zu den typischen aufregenden und energetisierenden Elementen des Design Thinkings schaffen, wie z.B. Warm-Ups, Rollenspiel-Elemente oder die Phase des Prototypen bauens. Diese werden von Anwendern oft als kreativitätsfördernd empfunden, aber gleichzeitig auch als anstrengend beschrieben. Darüber hinaus wird immer wieder der Wunsch nach mehr Reflexion während des Design Thinking-Prozesses geäußert. Durch die Meditation schafften wir so Ruhephasen und Raum für Introspektion für die Teilnehmer.

In unserem ersten Workshop haben die Teilnehmer einen Problemlösungs-Prozess durchlaufen, der von Meditation und Design Thinking geprägt wurde.

Untergekommen sind wir in einem schönen Landhaus in Sachsen, weit weg von Alltagsroutine, von Lärm, Verkehr, gestressten Menschen und der generellen Überstimmulation der Sinne. Dieser Ort ermöglichte es uns, uns wirklich auf das einzulassen, was an diesem Wochenende im Zentrum stehen sollte: das individuelle sowie das gemeinsame Erlebnis. Während des Workshops ließen wir es nicht nur unserem Geist und unserer Kreativität gut gehen, auch unseren Körpern sollte es an nichts fehlen: Wir hatten Zugang zu frischen Lebensmitteln aus der Region wie Milchprodukte und saisonale Früchte und Gemüse.

Sieben Erkenntnisse

VEREINBARKEIT Die Empathie-getriebene Methode Design Thinking can von Meditationsübungen profitieren.
ENERGIEKURVE Bestimmte Meditationsübungen helfen dabei wieder von der Achterbahnfahrt-Höhe herunterzukommen, die wir manchmal in der energetischen Innovationsmethode Design Thinking erreichen.
INTROSPEKTION UND ZUSAMMENARBEIT Das Gleichgewicht zwischen individueller 'innerer Arbeit' und gemeinsamer 'externer' Teamarbeit eröffnet neue Perspektiven auf persönliche Herausforderungen.
GEBORGENHEIT Sowohl die Teamgröße als auch die Gestaltung einer sicheren Atmosphäre sind wichtige Faktoren sobald man sich persönlichen Herausforderungen stellt.
EMPATHIE Achtsamkeitsübungen können die Empathie steigern, die uns dabei hilft uns mit uns selbst und mit unserem Gegenüber auf einer tiefen Ebene auseinander zusetzen.
POSITIVE REAKTIONEN Die Teilnehmer berichteten von der Inspiration und Motivation, die sie aus dem Workshop gezogen haben, um sich nun persönlichen Herausforderungen zu stellen.
VIELFALT DER ÜBUNGEN Es gibt eine Vielzahl von Meditationstechniken. Menschen reagieren auf verschiedene Meditationsübungen unterschiedlich. Einige unserer Teilnehmer spürten, dass es leichter war, die Aufmerksamkeit zu fokussieren, andere empfanden die Meditationsübungen als entspannend, während widerum andere mühelos präsent im Hier und Jetzt sein konnten. Jeder kann verschiedenes ausprobieren, um dann seinen eigenen Weg zu finden, der sich für sie oder ihn am besten anfühlt.

Komm zu unserem MeetUp!

Das nächste MeetUp "Design Thinking meets Meditation" wird am

7. Dezember um 19.00
bei INNOKI
Karl-Marx-Str. 12
12043 Berlin

stattfinden. Hier findet ihr den Link zu dem Event!
Und wenn ihr vorher Fragen habt, kontaktiert uns!

 

ANITA SEHAGIC liebt das Neue, das Fremde. Sie schöpft Inspiration aus Kunst, Architektur und Design. Sie ist interessiert am sich stetig ändernden Zeitgeist und freut sich über Ideenfindungs-Phasen unter blauem Himmel. (LinkedIn | e-mail)

 

LEA FELDHAUS entwickelt kreative Energie beim Zeichnen, beim Handwerken und durch weißen Tee. Eine wichtige Inspirationsquelle sind dabei ihre sehr geschätzten Ausflüge in die Natur. (LinkedIn | e-mail)